Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2025 der Bezirksvertretung Mülheim

Wohnen

Die Wohnungspolitik für ältere Menschen muss eine deutlich höhere Priorität bekommen. Das hochpreisige Service-Wohnen können sich viele nicht leisten und es fehlt an einem ausreichenden Angebot. Das Gleiche gilt für Menschen, die vom Einfamilienhaus oder aus einer zu groß gewordenen Wohnung in eine Wohnung passender Größe umziehen und Wohnraum freigeben möchten: Das in den letzten Jahren explodierte Mietniveau macht dies unmöglich. Wer einen WBS-Schein hat muss lange warten. Es gibt überwiegend nur bei Genossenschaften, die oftmals keine Mitglieder mehr aufnehmen können, preisgedämpfte Wohnungen.

Ein Wohnungstausch innerhalb eines Unternehmens muss zu gleichen Mieten pro Quadratmeter angeboten werden. Auf Hilfe beispielsweise durch „Wohnmobil“ muss man acht Monate warten, es muss dort mindestens zwei weitere, städtisch finanzierte Stellen geben.

Welche Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um im Stadtbezirk Mülheim alters- gerechte Wohnformen zu unterstützen und den Wohnungsnotstand für ältere Menschen zu beenden?


Antwort von die Partei:

Um altersgerechte Wohnformen in Köln-Mülheim zu fördern und den Wohnungsnotstand für ältere Menschen zu beenden, müssen wir den Neubau barrierefreier Wohnungen vorantreiben und Anreize für Umbaumaßnahmen im Bestand schaffen. Gleichzeitig ist es entscheidend, Beratungs- und Vermittlungsangebote für altersgerechten Wohnraum auszubauen und Quartierskonzepte mit Serviceleistungen zu stärken, um ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter zu ermöglichen.

Pflege

Die Plätze in Pflegeheimen sind sehr teuer. Das Defizit ist bereits sehr groß und wird bald 4.000 Plätze betragen. Die ambulante Pflege stößt schon längst an ihre Grenzen. Das kooperative Baulandmodell kennt Mindestanforderungen an Spielplätzen, Kitas und geförderten Wohnungen, aber nicht an Service-Wohnen und an Pflegeplätzen. Die Seniorenvertretung fordert beispielsweise die Aufnahme von Versorgungszentren für Service-Wohnen, ambulante und stationäre Pflege sowie Tagespflege in das kooperative Baulandmodell, um den Pflegekollaps zu vermeiden.

Welche Maßnahmen wollen Sie im Stadtbezirk Mülheim ergreifen, um die Anzahl der Pflegeplätze zu erhöhen und damit den Pflegekollaps zu verhindern?


Antwort von die Partei:

Um die Anzahl der Pflegeplätze in Köln-Mülheim zu erhöhen und einen Pflegekollaps zu verhindern, müssen wir Neubauprojekte für stationäre Pflegeeinrichtungen fördern und bestehende Gebäude für Pflegewohnformen umnutzen. Parallel dazu ist es entscheidend, ambulante Pflegedienste und Tagespflegeangebote zu stärken, um flexible Betreuungsmodelle zu ermöglichen und den Druck auf vollstationäre Plätze zu mindern. Außerdem sollten personelle Ressourcen im Pflegebereich gesichert werden, um einen nachhaltigen Betrieb der Einrichtungen zu gewährleisten. Ich persönlich hoffe da auf
Roboter!

Hospizplätze

Aus dem Pflegebericht ergibt sich, dass im rechtsrheinischen Köln der Bereich der Hospizplatze unterversorgt ist. Im Bezirk Mülheim gibt es keinen einzigen Hospizplatz.

Wie wollen Sie diesem Missstand abhelfen?


Antwort von die Partei:

Mein erster Impuls wäre es neue Hospizplätze zu bauen.

Versorgung

Innerhalb des Stadtteils darf der Fußweg für die Beschaffung von Dingen des täglichen Bedarfs nicht länger als 15 Minuten dauern. Lebensmittelgeschäfte gehören nicht dorthin, wo man mit dem Auto fahren muss, sondern dort, wo auch Menschen ohne Auto hinkommen. Versorgungszentren der Stadtteile müssen einen höheren Stellenwert bekommen, insbesondere bei größeren Neubauvorhaben. Dies
sollte auch durch die Bauleitplanung sichergestellt werden.

Wie sehen Sie das und wie würden Sie das in den Stadtteilen im Bezirk Mülheim erreichen wollen?


Antwort von die Partei:

Ich verstehe Ihre Bedenken. Es ist frustrierend, wenn Bebauungspläne jahrelang in Bearbeitung sind und Bauprojekte dann scheitern, oft weil Grundstücke gewinnbringend weiterverkauft werden, statt bebaut zu werden. Wir müssen hier dringend ansetzen und Wege finden, um solche Verzögerungen und Spekulationen zu verhindern. Öffentliche Vorgaben für Bauprojekte berücksichtigen bereits viele Aspekte; diese müssen wir jedoch konsequenter durchsetzen und bei Bedarf nachschärfen. Für mich steht hier klar „Bauen vor Wohnen“ im Vordergrund – wir brauchen Wohnraum, der auch tatsächlich entsteht.

Müllemer Böötchen

Die Schiffsverbindung von Mülheim ins linksrheinische Köln liegt seit 2019 still, nach einer Havarie der Anleger abgebaut wurde und das Geld aus der Versicherung nicht für die Wiederherstellung vom Besitzer (KD) eingesetzt wurde. Die Mülheimer Bürgerinnen und Bürger wünschen sich die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs, insbesondere auch hinsichtlich der Tradition der „Mülheimer Gottestracht“.

Wie können Sie sich die Unterstützung hierzu vorstellen?


Antwort von die Partei:

Ich bin bereit der KD 5 Euro zu spenden, sofern es einen Spendenbeleg gibt und ich die Spende steuerlich geltend machen kann. Könnten Sie das klären?